Gebrauchtwagenmarkt im Südwesten kriegt 2019 gerade noch die Kurve

Stuttgart. Das Autojahr 2019 in Baden-Württemberg endet in einem stabilen Markt für gebrauchte Pkw. 975.047 (Vorjahr: 974.418) Besitzumschreibungen registrierte das KBA für den Südwesten. Die Dezember-Monatsbilanz weist die entscheidenden Steigerungen aus: 71.747 (Vorjahr: 67.895) Halterwechsel sind ein Plus von 5,7 Prozent. "Damit hat der Dezember die Jahresbilanz noch knapp ins Positive gedreht", kommentiert Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, die Entwicklung.

Im Dezember seien 47.437 (Vorjahr: 45.432) Benziner und 22.604 (Vorjahr: 21.168) Diesel umgeschrieben worden. Hinzu kämen noch 1.701 (Vorjahr: 1.285) Gebrauchte mit alternativen Antrieben. Während sich die Zahl der verkauften E-Autos sogar etwas verringert habe, sei der Zuwachs hauptsächlich auf das Konto von Hybrid-Autos gegangen.

In der Jahresbilanz 2019 stehen nach Zieglers Angaben 654.574 (Vorjahr: 650.947) Benziner und 300.997 (Vorjahr: 308.348) Diesel sowie 19.375 (Vorjahr: 15.022) "Alternative". Gasbetriebene gebrauchte Pkw hätten in dieser Gruppe einen Anteil von 37 Prozent, Tendenz abnehmend. Der Markt für gebrauchte E-Pkw entwickle sich langsam. 1.900 derartige Fahrzeuge seien in diesem Segment ein Anteil von 9,8 Prozent. Insgesamt, sagte Ziegler, liege der Marktanteil der Elektroautos im baden-württembergischen Gebrauchtwagenmarkt bei 0,2 (Vorjahr: 0,14) Prozent. Im Jahresvergleich erhielten dagegen Hybrid-Pkw wie in der Monatsbetrachtung erheblich mehr Zuspruch: "Das ist aber nur logisch, denn die Modellvielfalt ist bei Hybriden höher, ihre Modellhistorie seit Etablierung durch einen japanischen Hersteller länger. Das Angebot der E-Autos ist dagegen noch gering und ihr Gebrauchtwagenmarkt ein Spiegel des noch kleinen Neuwagenmarkts."