Südwesten ist der Filter-Champion

STUTTGART. Fast 59 Millionen Euro sind in den Jahren 2012 und 2013 vom Staat für den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern in die Taschen von Dieselfahrern geflossen. Allein der Südwesten kassierte nahezu 23 Millionen Euro. Damit war Baden-Württemberg in der jetzt beendeten Förderung der „Champion“ mit einem Anteil an den Fördergeldern von 39 Prozent vor NRW und Bayern. Dies entspricht, wie Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes sagte, 72.661 Filternachrüstungen von bundesweit insgesamt 186.698. 

„Wir sind zufrieden,“ bilanzierte Brambach mit Hinweis darauf, dass dieses Förderprogramm für die anerkannten Kfz-Meisterbetriebe in Baden-Württemberg zu einem „Nachrüstumsatz“ von rund 60 Millionen Euro geführt habe. Brambach lobte das Förderprogramm der Bundesregierung, da „der Nutzen für Umwelt, Autofahrer, Kfz-Gewerbe und Teilelieferanten gleichermaßen groß ist“. 

Mit dem Ende des Förderprogramms, sagte Brambach, werde das Interesse an Filternachrüstungen zwar nachlassen, doch Dieselfahrern werde unverändert empfohlen, im Interesse des Umweltschutzes und des Werterhalts älterer Dieselfahrzeuge die technische Möglichkeit der Partikelreduzierung zu nutzen. Angebote zum nachträglichen Einbau eines Partikelfilters böten nahezu alle Mitgliedsunternehmen der Kfz-Innungen in Baden-Württemberg.