Steigende Verkäufe und sinkende Erträge auf dem Gebrauchtwagenmarkt

STUTTGART. Die Verkaufszahlen auf dem baden-württembergische Gebrauchtwagenmarkt haben sich im laufenden Jahr bisher günstig entwickelt. Bis Ende Oktober wechselten 797.662 Pkw den Besitzer, gegenüber 760.767 im Vorjahr – ein sattes Plus von 4,8 Prozent. Laut Dr. Harry Brambach, dem Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, seien damit bereits 86 Prozent der für 2013 erwarteten Verkäufe getätigt. Folglich könne man die Prognose von 920.000 Pkw-Besitzumschreibungen für 2013 erhöhen. Brambach: „950.000 Besitzumschreibungen scheinen erreichbar.“

Dennoch sei der Handel unzufrieden, da die Bruttoerträge um bis zu 30 Prozent unter den Vorjahreswerten lägen. Die Vielzahl der taktischen Neuzulassungen drücke massiv auf die Preise in den „Modellsegmenten für junge gebrauchte Pkw. Der  Preisdruck nimmt stetig zu“, so Brambach wörtlich.

Die Entwicklung bei den gebrauchten Diesel-Pkw ist ebenfalls bemerkenswert. Hier nahm die Nachfrage im Oktober in Baden-Württemberg um 21,2 Prozent ebenfalls kräftig zu. 25.826 (Vorjahr: 21.315) Diesel haben den Besitzer gewechselt. Insgesamt sei der Oktober ein guter Gebrauchtwagenmonat mit einem Plus von 11,1 Prozent auf 87.488 (Vorjahr: 78.510)  Pkw-Besitzumschreibungen gewesen, darunter 60.870 (Vorjahr: 56.580) Benziner und 792 (Vorjahr: 614) Gebrauchte mit alternativen Antrieben.

Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg vertritt als größter handwerklich orientierter Arbeitgeber- und Wirtschaftsfachverband in Baden-Württemberg die Interessen von 26 Kraftfahrzeuginnungen mit rund 4.400 Mitgliedsbetrieben (Autohäuser, Kfz-Meisterbetriebe, Tankstellen), in denen 54.900 Mitarbeiter beschäftigt sind sowie zusätzlich rund 8.800 Lehrlinge ausgebildet werden.

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