Starkes Mai-Minus fährt Pkw-Markt in die Miesen

STUTTGART. Ein „mieser Mai“ hat auch dem Pkw-Markt im Südwesten ein kräftiges Minus beschert. 9,3 Prozent Rückgang auf 36.749 (Vorjahr: 40.514) Pkw-Neuzulassungen und ein kumulatives Minus von 5,5 Prozent mit 173.556 (Vorjahr: 183.759) Neuzulassungen stünden in der Statistik für den Pkw-Markt in Baden-Württemberg. Klaus Heschke, Pressesprecher des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, sagte zu den aktuellen KBA-Zahlen, die „Hoffnungen auf eine Erholung der Automobilkonjunktur haben sich nicht erfüllt“.

Vor allem der zweistellige Rückgang beim Diesel um 14,5 Prozent zeige, dass der Automarkt ohne Impulse sei. Diese fehlende Dynamik habe man nun auch bei der gewerblichen Nachfrage gespürt. Heschke: „Die allgemein gute Konsumlaune kommt in unseren Unternehmen nicht an.“ Im Mai seien 18.454 (Vorjahr: 20.472) Benziner und 16.740 (Vorjahr: 19.579) Diesel erstmals zugelassen worden.

Ein Lichtblick in der Mai-Bilanz seien die Verkäufe von Pkw mit alternativen Antrieben. 82 neue Elektro-Pkw in Baden-Württemberg seien 20 Prozent des bundesweiten Verkaufsvolumens. Auch beim Hybrid-Pkw sei fast jeder fünfte im Südwesten verkauft worden.

Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg vertritt als größter handwerklich orientierter Arbeitgeber- und Wirtschaftsfachverband in Baden-Württemberg die Interessen von 26 Kraftfahrzeuginnungen mit rund 4.400 Mitgliedsbetrieben (Autohäuser, Kfz-Meisterbetriebe, Tankstellen), in denen 54.900 Mitarbeiter beschäftigt sind sowie zusätzlich rund 8.800 Lehrlinge ausgebildet werden.