Pkw-Markt im Südwesten freut sich über Diesel-Boom

Stuttgart. Eine stabile gewerbliche Nachfrage hat den Pkw-Markt in Baden-Württemberg vor einem Einbruch bewahrt. Durch ein leichtes Plus im Diesel-Verkauf von knapp einem Prozent hielt sich das negative Monatsergebnis im Bundesvergleich in Grenzen, sagte Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes zu den aktuellen KBA-Monatszahlen. Dennoch sei der Rückgang um 4,1 Prozent ein „kleines Warnsignal im bisher positiven Autojahr 2014“.

Mit 38.557 (Vorjahr: 40.198) Pkw-Neuzulassungen stehe der April als schwacher Automonat in der Statistik. Alarmierend sei das große Minus von 8,8 Prozent bei den Benzinern, weil es vor allem eine schwache private Nachfrage reflektiere. 18.445 (Vorjahr: 18.292) Diesel seien eine Quote von knapp 48 Prozent an den Monats-Gesamtzulassungen.

Ein kleiner Lichtblick im „düsteren April“ sei die um rund 100 Einheiten gestiegene Nachfrage nach neuen Pkw mit alternativen Antrieben, darunter 107 (Vorjahr: 86) Elektro-Pkw und 380 (Vorjahr: 279) Hybrid-Pkw.

Das noch um 0,4 Prozent über dem Vorjahr liegende Zwischenergebnis mit 137.369 (Vorjahr: 136.807) Pkw-Neuzulassungen zeige, dass dem Pkw-Markt im Südwesten noch die Stabilität fehle. Die Branche schaue nun gespannt auf die  Mai-Ergebnisse. Aktuell aber liege der Markt mit einem Anteil von 32,7 Prozent für die ersten vier Monate gemessen an der Jahresprognose von 420.000 Verkäufen auf Kurs.