STUTTGART. Von einem „Goldenen Oktober“ könne keine Rede sein, doch der Pkw-Markt in Baden-Württemberg habe sich im Oktober gut erholt präsentiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte der Neuwagenabsatz um rund 2,5 Prozent zulegen. Dies entspreche 37.704 (Vorjahr: 36.487) Pkw-Neuzulassungen. Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, sagte zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA), es müsse jetzt abgewartet werden, ob das Oktober-Ergebnis der Startschuss für einen Endspurt im Autojahr 2013 sei.

Brambach sieht nicht allein im Monatsergebnis Oktober, sondern in einem gestiegenen Auftragsbestand erste Signale, dass sich der Pkw-Markt im Südwesten erholt. Vergleiche man den Neuwagenabsatz in den Zeiträumen von Januar bis Oktober der Jahre 2012 und 2013, betrage das Minus in Baden-Württemberg 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von minus 5,2 Prozent sei dies ein akzeptabler Wert.

Auffällig sei im Oktober die Schwäche beim Absatz von Diesel-Pkw gewesen. Hier war mit 17.713 Neuwagenverkäufen nach 17.997 im Vorjahr ein Minus von 1,6 Prozent zu verbuchen. Kräftig habe hingegen der Benziner mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent auf 18.980 (Vorjahr: 17.938) Neuzulassungen zugelegt.

Der Aufwärtstrend bei Pkw mit alternativen Antrieben setze sich leicht beschleunigt fort. So stünden in der Monatsstatistik 161 (Vorjahr: 43) Elektro-Pkw, 410 (Vorjahr: 354) Hybrid-Pkw und 140 (Vorjahr: 143) gasbetriebene Neuwagen. Brambach: „Zum nachhaltigen Durchbruch des Elektro-Pkw ist noch ein weiter Weg.“