Neuwagenmarkt: Dämpfer für Diesel

Stuttgart. Der Neuwagenabsatz im Land hat sich im Oktober negativ entwickelt. Mit 37.199 Neuzulassungen war ein Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen (Vorjahr: 38.595 Verkäufe). Vor allem der Rückgang der Diesel-Verkäufe um 4,3 Prozent überraschte, weil der Markt bundesweit um 1,1 Prozent gewachsen sei, sagte Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftahrzeuggewerbes, zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Offensichtlich dauere die konjunkturelle Berg- und Talfahrt im Südwesten an. Die Monatsbilanz für Oktober weise 19.052 (Vorjahr: 19.504) Benziner und 17.596 (Vorjahr: 18.345) Diesel sowie 117 (Vorjahr: 271) Elektro- und 381 (Vorjahr: 361) Hybrid-Pkw aus. Hinzu kämen 51 (Vorjahr: 114) gasbetriebene Neuwagen.

Brambach zeigte sich vor allem vom rückläufigen Kaufinteresse für neue Pkw mit alternativen Antrieben enttäuscht. Von Januar bis Oktober seien im Vorjahr 20 Prozent mehr Elektro-Pkw verkauft worden. In absoluten Zahlen beobachte man einen Rückgang von 1.447 Verkäufen im Vorjahreszeitraum auf aktuell 1.169 Neuzulassungen.

?361.988 Verkäufe von Januar bis Oktober stellen ein Absatzplus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar. Wir erwarten, dass bis Ende des Jahres 420.000 Fahrzeuge neu zugelassen werden und wir damit unsere Prognose erreichen?, so Brambach abschließend.

Letzte Änderung: 02.12.2015