Klaus-Dieter Schaal mit Wirtschaftsmedaille des Landes geehrt

STUTTGART „Es ist mir eine Ehre, Ihnen die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg zu verleihen“, sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid, als er die Wirtschaftsmedaille im Marmorsaal des Neuen Schlosses an unseren früheren Verbandsvizepräsidenten Klaus-Dieter Schaal überreichte. Der Ehrenobermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist damit einer von 15 Geehrten, die in diesem Jahr diese Auszeichnung erhielten. Mit der Wirtschaftsmedaille werden seine Arbeit und sein Engagement für unser Kraftfahrzeuggewerbe auf Landesebene und in der Innung gewürdigt. Außerdem, so der Minister, stehe er nicht nur durch seinen Einsatz, sondern auch durch seinen ganz persönlichen Werdegang für die „Karriere mit Lehre“.

Die Wirtschaftsmedaille des Landes wird Persönlichkeiten und Unternehmen verliehen, die sich in herausragender Weise um die baden-württembergische Wirtschaft verdient gemacht haben. Dazu zählen auch besondere Leistungen in Organisationen der Wirtschaft. Und besondere Leistungen hatte Wirtschafts- und Finanzminister in seiner Laudatio auf Klaus-Dieter Schaal reichlich aufzuzählen: „Von 1994 bis in dieses Frühjahr hinein waren Sie Obermeister der Kfz-Innung Region Stuttgart, die rund 1.000 Betriebe mit knapp 12.000 Beschäftigten und 2.000 Auszubildenden vertritt. In dieser Zeit haben Sie wesentlich dazu beigetragen, die Innung zu einem modernen Dienstleister für ihre Mitglieder weiter zu entwickeln. Von 2000 bis 2008 bekleideten Sie zudem die Ämter des Landesinnungsmeisters des Kfz-Handwerks und des Vizepräsidenten des Verbands des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg.“

Ehrenämter, die Klaus-Dieter Schaal nicht nur bekleidete, sondern vor allem mit Leben erfüllte, was am Ende dafür ausschlaggebend war, dass er aus der großen Zahl der Vorschläge, die die Zahl der zu vergebenden Medaillen deutlich überschritt, ausgewählt wurde: Der Minister hob den Einsatz für die berufliche Bildung hervor: „Vor allem auch Ihrer Initiative ist die Einführung des dreijährigen dualen Berufskollegs Kfz-Technik zu verdanken. Realschüler können mit dieser Ausbildung zusätzlich zu ihrem Gesellenabschluss noch die Fachhochschulreife und den BK-Assistentenabschluss erwerben. Dies erleichtert es den Betrieben, leistungsstarke Schulabgänger als Auszubildende zu gewinnen.“

Er verwies auf den Einsatz von Klaus-Dieter Schaal für die berufliche Weiterbildung, beispielsweise als Vorsitzender des Kuratoriums der Meisterschulen in Baden-Württemberg. Und das besondere Engagement, das die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart vom ersten Tag an für den Umweltschutz an dem Tag legte: Die erste Datenbank mit den Nachrüstmöglichkeiten für Dieselfahrzeuge wurde von der Innung zusammen mit dem TÜV Süd geschaffen und ist bis heute die Mutter aller Datenbanken, die es inzwischen gibt und die den Autobesitzern helfen, ihre Fahrzeuge an die Anforderungen der stetig wachsenden Umweltzonen anzupassen.

Als frischgebackener Träger der Wirtschaftsmedaille befindet Klaus-Dieter Schaal sich in einer illustren Runde: Die Wirtschaftsmedaille wird seit 1987 an Persönlichkeiten und Unternehmen verliehen. Zu den rund 800 bisherigen Preisträgern zählen vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer aus Mittelstand und Handwerk, aber auch Vertreter von Kammern, Verbänden oder Betriebsräte. Träger der Wirtschaftsmedaille sind beispielsweise Ferdinand Porsche (Verleihung 1989), Paul Pietsch (1991), Dietmar Hopp (1992) oder Hans-Peter Stihl (1995).

Den Sinn der Wirtschaftsmedaille, brachte Nils Schmid bei der Verleihung so auf den Punkt, „Sie ist für Menschen gedacht, die in beispielhafter Weise das verkörpern, was Baden-Württemberg vorangebracht hat.“