Kfz-Verband: Das heiße Eisen ?Rote Kennzeichen? endlich anfassen!

STUTTGART. Das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt  den Vorstoß des Landes, im Bundesrat eine mittelstands- und kundenfreundliche Rechtsgrundlage für den Umgang mit roten Kennzeichen zu schaffen. 

?Endlich wird dieses heiße Eisen von der Politik angefasst?, freut sich der Hauptgeschäftsführer des Verbandes des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Carsten Beuß. ?Die bisherige Regelung war in einigen Fällen wenig praxisgerecht. Die daraus resultierenden Urteile sorgen im Kfz-Gewerbe seit Jahren immer wieder für Ärger?, so Beuß weiter. Der Verband habe auf die bestehenden Missstände schon häufig hingewiesen. Neben der fehlenden Grundlage für betriebliche Fahrten, etwa zur Tankstelle, sieht Beuß noch weiteren Verbesserungsbedarf. Besonders der organisatorische und bürokratische Aufwand rund um die roten Kennzeichen sei ärgerlich. So müssten die nur wenige Seiten umfassenden Fahrtenhefte häufig und mit hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand auf der Zulassungsstelle gegen neue getauscht werden. 

?Wir freuen uns, dass sich Verkehrsminister Hermann für praxisgerechtere Lösungen einsetzt. Wenn man das Thema jetzt endlich angeht, sollte man aber besser gleich Nägel mit Köpfen machen und eine nutzerfreundliche Lösung online oder als App zur Verfügung stellen. Das würde auch vor dem Hintergrund der Initiative des Landes im Bereich E-Government Sinn machen. Wir stehen gerne für Gespräche über die Anforderungen von Händlern und Werkstätten an eine praxisgerechte und nachhaltige Lösung bereit?, sagte Beuß abschließend mit Blick in Richtung Verkehrsministerium.

Letzte Änderung: 16.09.2015