Kfz-Verband begrüßt Verzicht des ADAC auf eigenes Werkstattnetz

Dr. Brambach: „Wir kümmern uns um die Autos, der ADAC um Autofahrer und -fahrerinnen, dann passt’s“

STUTTGART. Dass die alte Arbeitsteilung zwischen Automobilclub und Werkstätten jetzt wieder die neue ist, wird von Dr. Harry Brambach als Präsident des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg begrüßt: Die Werkstätten „kümmern sich um die Autos, der ADAC um Autofahrer und -fahrerinnen, dann passt’s.“ Aus seiner Sicht hat der ADAC mit dem Beschluss, dass es ab Oktober keine Reparaturbetriebe unter dem Label  „ADAC Werkstatt“ mehr geben soll, „gerade noch die Kurve weg vom Wettbewerber zurück zum anerkannten Verbraucherschützer bekommen“. Das Kraftfahrzeuggewerbe habe immer wieder darauf hingewiesen, dass der ADAC mit seinen Werkstattplänen seine Glaubwürdigkeit als neutraler Sachwalter von Autofahrerinteressen aufs Spiel setze. Damit habe er eine eingespielte Zusammenarbeit beispielsweise in den Schiedsstellen des Kraftfahrzeuggewerbes gefährdet. Dass der ADAC angekündigt hat, sich wieder auf Werkstatttests zu konzentrieren, werde das Kraftfahrzeuggewerbe positiv begleiten: „Ständige Verbesserung der Qualität ist auch unser Anliegen“, sagt Dr. Brambach, „schließlich unterwerfen wir uns mit den Schiedsstellen dem härtesten Test überhaupt, da unzufriedene Kunden dort direkt auftreten können“. Brambach: „Der gute alte Werkstatttest, wie ihn der ADAC 1970 aus der Taufe gehoben hat, muss in moderne Zeiten passen, in denen viel Hightech im Auto verbaut ist – da sind wir gerne bereit, über die Standards, die für solche Test angelegt werden müssen, mit dem ADAC zu reden, um ein verlässliches Bild zu bekommen.“