Kfz-Schiedsstellen: Mehr Beschwerden über gebrauchte Pkw

Stuttgart. Die Schiedsstellenbilanz des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes für 2014 „ist ein Spiegelbild guter Arbeit und guter Produkte“, analysierte Verbandspräsident Dr. Harry Brambach in Stuttgart. Insgesamt habe es 2014 9,2 Millionen Service-Aufträge in Baden-Württemberg gegeben. Zudem seien über den Fachhandel mit rund 570.000 gebrauchten Fahrzeugen vier Prozent mehr als im Vorjahr verkauft worden. Dieser Anstieg spiegele sich in einem leichten Anstieg der Verbraucherbeschwerden wieder.

Insgesamt 1.314 (Vorjahr: 1.297) Anträge seien bei den 14 baden-württembergischen Schiedsstellen eingegangen, berichtete Brambach mit Hinweis auf eine Zunahme der Beschwerden vor den Gebrauchtwagenschiedsstellen um 8,5 Prozent auf 254. Lediglich in 38 (Vorjahr: 28) Fällen habe die Schiedskommission tagen müssen. Die übrigen Fälle konnten im Vorverfahren geklärt werden, dessen Ziel es auch sei, durch Aufklärung Missverständnisse zu vermeiden. Von den 38 verhandelten Fällen seien 24 (Vorjahr: 13) Entscheidungen zugunsten der Autofahrer ausgefallen. Von den 1060 Werkstattbeschwerden konnten 964 einvernehmlich im Schiedsverfahren geklärt werden.

„Die Schiedsstellen unseres Gewerbes können als Musterbeispiele des praktizierten Verbraucherschutzes gelten“, so Brambach. „Damit leistet das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe einen wirksamen Beitrag zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten zwischen Autofahrern und Kfz-Betrieben, wenn es um Autoreparaturen und Gebrauchtwagenkauf geht. Alle Meisterbetriebe der Kfz-Innungen in Baden-Württemberg erkennen den Schiedsspruch als verbindlich an. Dem Autofahrer steht es hingegen frei, bei Unzufriedenheit mit dem Schiedsspruch ein ordentliches Gericht anzurufen. Dieses Verfahren hat sich zu einer Erfolgsgeschichte für Autofahrer, Werkstätten und Gebrauchtwagenhandel gleichermaßen entwickelt“.

Adressen der zuständigen Schiedsstellen gibt es es hier