Keine niedrigeren Spritpreise durch neue Markttransparenzstelle

STUTTGART. Die neue Markttransparenzstelle wird für die Autofahrer keine niedrigeren Kraftstoffpreise bringen, weil diese schon heute durch Faktoren wie Steuern und den Weltmarkt maßgeblich bestimmt werden. Dies ist die klare Auffassung des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, der rund 500 Tankstellenunternehmer im Land vertritt. Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß: „Wir erwarten jedoch, dass die teils mehrmals täglich zu beobachtenden großen Preissprünge weniger werden und die Verbraucher damit eine bessere Übersicht erhalten.“ Die Schaffung von „Benzinpreis-Apps“ auf Grundlage der dann zur Verfügung stehenden quasi-amtlichen Daten könne dabei helfen und erleichtere den Autofahrern den Preisvergleich. Positiv sieht der Verband, dass es im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen der Politik kein Bürokratiemonster geben wird. „Die Preise werden in der Regel durch die Mineralölkonzerne selbst gemeldet und nicht durch die einzelnen Tankstellenpächter“, so Beuß weiter. Zudem solle es Ausnahmeregelungen für Kleinunternehmen geben. Dies könnte vor allem freie Tankstellen von den Meldepflichten entbinden.