Innung Reutlingen-Tübingen vergibt BFC-Stipendien

REUTLINGEN. Wie kann eine Innung die Karriere von vielversprechenden Autohausmitarbeitern fördern? Auf diese Frage gibt die Innung Reutlingen-Tübingen schon seit Jahren eine sehr pragmatische Antwort: mit einem Stipendium.

Die Förderung kommt Mitarbeitern von Innungsmitgliedsbetrieben zugute, die sich für ein Studium an der BFC, der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe, entschieden haben. Der Vergabeprozess ist schlank gestaltet. Es genügt ein formloser Antrag. Neben Studenten, die bereits an der BFC eingeschrieben sind, können sich auch Interessenten für das Stipendium bewerben, die die Einschreibung konkret vorhaben. Eine Einschreibebestätigung muss dann allerdings nachgereicht werden.

Die Innung lässt sich ihre Förderung einiges kosten. Jeder Stipendiat erhält eine einmalige Finanzhilfe zwischen 500 und 1.000 Euro. Die genaue Höhe hängt dabei von der Anzahl der Antragsteller ab. Das Geld wird zunächst an den Betrieb überwiesen, der es dann seinem Stipendiaten weitergibt. Bemerkenswert ist, dass die Innung das Stipendium aus regulären Haushaltsmitteln finanziert.

„Ziel der Fördermaßnahme ist es, Anreize für Mitgliedsbetriebe zu setzen, ihre Mitarbeiter im betriebswirtschaftlichen Bereich fortzubilden“, so Innungsgeschäftsführer Ewald Heinzelmann. „Darüber hinaus soll das Stipendium natürlich auch zur Unterstützung der BFC als einer Einrichtung des Kfz-Gewerbes dienen. Aus diesem Grund ist das Stipendium auch auf die BFC beschränkt.“

Auch BFC-Schulleiterin Sylvia Gerl freut sich: „Es ist sehr begrüßenswert, dass die Innung Reutlingen-Tübingen ein Stipendium für den Besuch der BFC vergibt. Das ist auch eine Investition in Richtung Ehrenamt, denn für die aktive Innungsarbeit benötigen wir fachkundige Nachwuchskräfte mit automobilem Sachverstand und viel Enthusiasmus. Wir sind der Innung Reutlingen-Tübingen für die Förderung künftiger BFC'ler dankbar. Das Stipendium ist ein Erfolgsmodell, dem andere Innungen folgen sollten.“