Gebrauchtwagenmarkt: Konjunkturampel steht weiter auf Rot

STUTTGART. Der baden-württembergische Gebrauchtwagenmarkt kommt auch weiterhin nicht ins Rollen. „Die andauernde Rot-Phase zeigt eine unerwartete Schwäche des Automarktes im Südwesten,“ sagte Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, mit Hinweis auf die aktuellen KBA-Länderzahlen. Diese wiesen für Mai das dritte Mal in Folge negative Zahlen aus. Minus 5,5 Prozent oder 80.910 (Vorjahr: 85.641) Pkw-Besitzumschreibungen seien ein schwaches Monatsergebnis, so Brambach weiter.

Vor allem die Nachfrage nach gebrauchten Benzin-Pkw sei mit minus 7,6 Prozent regelrecht eingebrochen. Beim Diesel habe es leichte Verluste von 1,9 Prozent gegeben. 53.448 (Vorjahr: 57.833) Benziner und 26.548 (Vorjahr: 27.059) Diesel stünden in der Monatsstatistik. In der Zwischenbilanz für die ersten fünf Monate stehe mit 399.795 Besitzumschreiben jetzt ein Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Einen kleinen Lichtblick habe es dennoch gegeben: die gestiegene Nachfrage nach Gebrauchtwagen mit alternativen Antrieben. 914 (Vorjahr: 747) derartige Pkw seien umgeschrieben worden, darunter 37 (Vorjahr: 9) Elektro-Pkw. Brambach zeigte sich erfreut über diese Entwicklung und sagte, diese Verkäufe von Elektro-Pkw zeigten, dass die Diskussion über Restwerte von Stromern theoretisch sei. Wörtlich: „Wir brauchen schon aus politischen Gründen jeden E-Pkw auf unseren Straßen.“