Filter-Förderung: Fördertopf fast geleert

STUTTGART. Spätestens in zwei Wochen sind die Zuschussmittel für die Filterförderung voraussichtlich verbraucht. Das schätzt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes Dr. Harry Brambach rät allen Dieselbesitzern dringend, sich noch um eine Nachrüstung zu kümmern, auch wenn das Risiko besteht, keine Förderung mehr zu erhalten, weil die Fördermittel nach dem Windhundprinzip vergeben werden. Gleichzeitig appelliert er an die Politik, ein fixes Datum für das Ende der Förderung zu setzen. „Es kann nicht sein, dass die Nachrüstungswilligen bestraft werden.“

Sinnvoller sei es, einen Stichtag zu setzen, beispielsweise den 31. März, und alle Förderanträge zu bedienen, die bis dahin eingehen: „Das ist logisch, das versteht jeder.“ Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes werde den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages entsprechend anschreiben.

Für Baden-Württemberg sei dies ein besonders wichtiges Thema, denn das Land habe seinen Spitzenplatz bei der Nachfrage nach staatlichen Fördergeldern für die Nachrüstung von Dieselrußpartikelfiltern für Pkw weiter gefestigt. 42 Prozent aller geförderten Nachrüstungen sind im Februar im Land erfolgt. Damit seien bisher rund 20 Millionen Euro an Fördermitteln in den Südwesten geflossen. Seit Beginn der Förderung am 1. Februar 2012 wurden annähernd 40 Prozent aller bundesweit durchgeführten Nachrüstungen (160.447) im Land (63.645) durchgeführt. Bayern und Nordrhein-Westfalen folgen auf den Plätzen zwei und drei.