Filter-Förderung: Der Südwesten auf Platz zwei

Stuttgart. Platz zwei und dennoch unzufrieden. Seit drei Monaten wird der nachträgliche Einbau von Dieselrußpartikelfiltern in ältere Pkw mit 260 Euro pro Fahrzeug staatlich gefördert. Das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe hat nach den Worten seines Präsidenten Dr. Harry Brambach jetzt „eine enttäuschende Bilanz“ gezogen. Lediglich 1.922 Diesel-Fahrer hätten die Chance genutzt. 

Brambach sagte mit Hinweis auf die aktuelle Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), rund 515.000 Euro seien bisher in den Südwesten geflossen. Mit knapp 2.000 Förderungen liege man in Baden-Württemberg weit hinter den rund 6.200 Förderungen in Nordrhein-Westfalen zurück. Die Branche im Land habe ein Mehrfaches erwartet. 

Brambach sagte, der für das Bundesgebiet insgesamt 30 Millionen Euro umfassende Fördertopf müsse stärker genutzt werden. Sowohl Betriebe als auch Autofahrer seien im Sinne des Umweltschutzes aufgerufen, diese Gelegenheit zu nutzen. Er forderte auch die Kfz-Innungen auf, die Informationsarbeit für das Nachrüstprogramm zu verstärken.