Einbruch von Diesel-Verkäufen: Auch Gebrauchte betroffen

STUTTGART. Der Verkauf von gebrauchten Diesel-Pkw ist im Juli um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. Nachdem auch die Nachfrage nach neuen Diesel-Pkw in Baden-Württemberg im Juli um fast zehn Prozent gefallen war, „kommt dies leider nicht überraschend“, so Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. „Wir sind dennoch besorgt von der Heftigkeit des Nachfragerückgangs. Hier zeigt sich, dass die Diskussion um weitere Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, etwa durch eine ‚Blaue Plakette‘, und der Abgasskandal schlecht für das Geschäft der Händler sind. Vor einem Jahr hat es noch Diesel-Zuwächse von fast 14 Prozent gegeben“, so Brambach weiter. 

Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wurden 30.411 (Vorjahr: 34.066) Besitzumschreibungen von Selbstzündern verzeichnet. Gebrauchte Benziner verbuchten einen Rückgang um 8,4 Prozent auf 53.850 (Vorjahr: 58.795) Verkäufe. Das Segment der alternativen Antriebe befinde sich mit Ausnahme der Gas-Pkw leicht im Aufwind. 61 (Vorjahr: 48) gebrauchte Elektro- und 284 (Vorjahr: 252) Hybrid-Pkw seien ein kleiner Lichtblick. 664 (Vorjahr: 763) gasbetriebene Pkw stünden in der Monatsstatistik. Insgesamt weist der Juli ein Minus von 9,2 Prozent auf 85.271 (Vorjahr: 93.926) Gebrauchtwagenverkäufe aus.

Brambach sagte abschließend, die Branche schaue nun gespannt auf die weitere Entwicklung des Gebrauchtwagenhandels. Kumulativ sei der Markt mit 0,6 Prozent ins Minus gerutscht. Dies entspreche 586.301 (Vorjahr: 589.849) Pkw-Besitzumschreibungen.