Dr. Harry Brambach als Präsident der Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg wiedergewählt

CRAILSHEIM. Dr. Harry Brambach ist bei der Delegiertenversammlung in Crailsheim bei einer Gegenstimme von 125 Delegierten als Präsident des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg bestätigt worden. Er steht damit für weitere drei Jahre an der Spitze des bundesweit drittgrößten Landesverbandes im Kraftfahrzeuggewerbe.

Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg vertritt als größter handwerklich orientierter Arbeitgeber- und Wirtschaftsfachverband in Baden-Württemberg rund 4.500 Mitgliedsbetriebe (Autohäuser, Kfz-Meisterbetriebe, Tankstellen), in denen 54.000 Mitarbeiter beschäftigt sind sowie zusätzlich 9.000 Lehrlinge ausgebildet werden. Die Betriebe sind in 26 Innungen organisiert.

Dr. Brambach betonte vor der Wahl des Vorstandes die Notwendigkeit einer „schlagkräftigen berufsständischen Vertretung“ mit Blick auf die kommenden Herausforderungen für das Kfz-Gewerbe. Dies bezieht sich unter anderen auf rechtliche Veränderungen, die beispielsweise auf EU-Ebene die Rolle der Autohäuser und Kraftfahrzeugbetriebe neu definieren. Durch die geplanten Änderungen „stärkt EU die Hersteller zu Lasten des Handels“. Der „Verband tritt für den Schutz der Händler ein“, inzwischen sei es auch gelungen, die Forderungen des Gewerbes in die Diskussion einzubringen: „Die Händlerverbände sind inzwischen schon in den Gesprächen mit ihren jeweiligen Herstellern.“

Unter das Stichwort „Strukturwandel im Kraftfahrzeuggewerbe“ fällt aber auch die technische Veränderung hin zur Elektromobilität. Das Kraftfahrzeuggewerbe liefere hier bereits den notwendigen Service und zwar „im Gegensatz zu anderen Anbietern, die hier eine Nische sehen, flächendeckend.“ Das Gewerbe stelle sich in der Aus- und Weiterbildung und in der Werkstattausstattung dieser Herausforderung.

Dabei, so Dr. Brambach, schätze er die Entwicklung so ein, dass das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen zu erreichen sei. Gleichzeitig warnte er aber mit Blick auf die neue grün-rote baden-württembergische Landesregierung davor, die „Elektromobilität zu sehr zu pushen und dies durch Restriktionen in anderen Bereichen zu tun“. Im Moment seien „viele Fragen in Bezug, Reichweite, Größe, Gewicht, Preis und Haltbarkeit noch offen.“