Dr. Brambach: AutoScout musste lernen, dass Autowerkstätten kein Feld für Goldgräber sind

Erst der ADAC, jetzt AutoScout24 ade. Dr. Harry Brambach, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, tut es um den Abschied von AutoScout24 aus dem Werkstattgeschäft nicht leid: „Wenn es stimmt, dass mit dem Portal rund sieben Millionen Euro Verlust im Jahr gemacht worden sind, dann beweist das nur, dass Autowerkstätten kein Feld für Goldgräber und Schnäppchen-Anbieter sind“, kommentiert er die Meldung, dass sich AutoScout24 zurückzieht.

Der Werkstattkunde wisse sehr genau, „dass er mit dem Auto sein Leben und das seiner Familie in fremde Hände gibt, da muss Vertrauen zwischen allen Beteiligten herrschen“. Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes hoffe, „dass das Thema preisgetriebene Werkstattportale damit in der Versenkung verschwindet“. Denn auch für einen anderen Investor „würde sich nichts daran ändern, dass Werkstätten das Vertrauen der Kunden brauchen und dazu regional und lokal verwurzelt sein müssen:“ Der Kunde wolle wissen, „wem er sein Auto zum Service anvertraut“. Die im Verband zusammengeschlossenen Innungsbetriebe lieferten mit der mit dem Meisterschild verbundenen Schiedsstelle „maximalen Verbraucherschutz,  da können Werkstattportale, bei denen nur der Preis im Fokus steht, niemals mithalten. Vielleicht kauft der Kunde ein Auto gerne mit Rabatt, aber seine Werkstatt sucht er stets mit Bedacht aus.“