Diesel wird Verlierer des Autojahres 2013

STUTTGART. Schon nach neun Monaten des Autojahres 2013 steht ein Verlierer auf baden-württembergischen Neuwagenmarkt fest: der Diesel-Pkw. In der Zwischenbilanz hat der Selbstzünder nämlich bereits einen Rückstand auf das Vorjahresergebnis von 13 Prozent. 145.841 neu zugelassene Diesel im Vergleich zu 167.672 in der Neun-Monats-Bilanz seien vor allem darauf zurückzuführen, dass die finanziellen Vorteile des Diesel in der Nutzung geringer würden, so der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach. Zudem gebe es beim Neukauf eine Verschiebung zu Modellen aus den kleineren Segmenten, in denen Diesel-Pkw nicht immer angeboten werden.


Brambach warnte allerdings vor einem „verfrühten Abgesang auf den Diesel“. Noch immer betrage die Dieselquote bei den Neuzulassungen rund 47 Prozent. Für die Entscheidung pro oder contra Diesel spiele zunehmend eine Rolle, dass der Verbrauchsvorteil gegenüber dem Benziner geringer und die sogenannte Amortisationsschwelle durch den spürbar gestiegenen Diesel-Preis höher werde.


Das hohe Minus beim Absatz von Diesel-Pkw in Baden-Württemberg überrasche, denn bundesweit habe es bei den Selbstzündern in den ersten neun Monaten lediglich Rückgänge in Höhe von 7,5 Prozent gegeben.


Zu den Gewinnern des Autojahres 2013 würden in Baden-Württemberg voraussichtlich vor allem auch Hybrid-Pkw zählen, so Brambach weiter. Diese Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor rangiere in der Zwischenbilanz im Südwesten klar vor dem Elektro-Pkw. 2.742 (Vorjahr: 2.483) Hybrid-Pkw seien verkauft worden und 742 (Vorjahr: 342) Elektro-Pkw.