Der Südwesten leert den Filter-Förder-Topf

STUTTGART. Baden-Württemberg bleibt auch zum Start des Jahres 2013 der Spitzenreiter bei der Nachfrage nach staatlichen Fördergeldern für die Nachrüstung von Rußpartikelfiltern. Nachdem bereits im vergangenen Jahr  38.730 Anträge durch das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit einer Fördersumme von 12,1 Millionen Euro für den Südwesten genehmigt wurden, haben allein im Januar 18.140 Diesel-Fahrer in Baden-Württemberg über 5,9 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten.

Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, sprach dann auch von einem „kleinen Konjunkturprogramm für unsere Werkstätten“. Die Förderung habe im Servicegeschäft einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro generiert. Brambach: „Der Südwesten leert den Filter-Förder-Topf“.

Experten schätzten, dass aktuell noch knapp acht Millionen Euro an Fördergeldern verfügbar sind. Bei einem wöchentlichen Eingang von rund 2.000 Anträgen reiche der Fördertopf „höchstens bis in den Frühsommer“. Für die Halter älterer Diesel-Pkw und Diesel-Nutzfahrzeuge mit Erstzulassungsdaten vor dem 31. Dezember 2006 beziehungsweise 16. Dezember 2009 sei nun Eile geboten. Brambach: „Der Andrang auf die Fördergelder ist vor dem Hintergrund der verschärften Umweltzonen ungebrochen“.

2012 gab es pro gefördertem Rußpartikel-Filter 330 Euro Zuschuss vom Staat, 2013 zahlt das Bafa noch 260 Euro pro Antrag aus. Brambach sagte, Diesel-Fahrer sollten sich umgehend bei einem anerkannten Meisterbetrieb der Kfz-Innung informieren, um noch rechtzeitig von der Förderung zu profitieren.