Car-Sharing nur mit Schildern und Strafzetteln zu fördern, ist keine gute Lösung

Zumeldung zu dpa: „Südwesten für besondere Parkplätze für Car-Sharing-Fahrzeuge“

STUTTGART. „Car-Sharing darf nicht dazu missbraucht werden, Menschen erster und zweite Klasse zu schaffen“, kommentiert Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, die Meldung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums heute (5. Juli) eine Bundesratsinitiative zur Erhöhung der Attraktivität des Car-Sharing einzubringen. „Car-Sharing an sich ist eine interessante Geschäftsidee, über die auch in der Branche schon nachgedacht wird. Autohäuser könnten über solche Angebote zu Mobilitätscentern werden.“ Vorteile dürften aber nicht „durch die Verknappung ohnehin schon knappen Parkraums für die übrigen Autofahrer geschaffen werden“. Spezielle Stellplätze, die dann womöglich längere Zeit leer stehen, „sorgen höchstens für nachhaltigen Ärger.“ Wenn das Land sage, es greife moderne Mobilitätsbedürfnisse innovativ auf, „dann könnte wir uns als innovative Lösung beispielsweise handygestützte Reservierungssysteme in Parkhäusern vorstellen, bei denen Parkflächen kurzfristig für tatsächlich ankommende Carsharing-Fahrzeuge reserviert werden.“ Für innovative Lösungen müsse das Land aber auch Geld in die Hand nehmen. „Der jetzige Vorschlag kostet natürlich nur ein paar Schilder und bringt über Strafzettel noch Geld in die kommunalen Kassen – eine gute Lösung ist das nicht.“