Baden-Württembergischer Neuwagenmarkt verharrt in der Talsohle

STUTTGART. In einer ersten Halbzeit-Bilanz des Autojahres 2014 steht es für den baden-württembergischen Pkw-Markt 3:3. Drei positive Monate zum Jahresstart, allerdings auch drei schwache Monate bis zur Jahresmitte. „Der Markt verharrt in einer Talsohle,“ so Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes.

Nach einem schwachen Mai habe auch der Juni keine guten Ergebnisse gebracht. 37.536 Pkw-Neuzulassungen seien ein Minus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – im Juni 2013 wurden noch 40.790 Fahrzeuge verkauft. Vor allem habe sich der Pkw-Markt im Südwesten nicht der sinkenden Nachfrage nach neuen Benzin-Pkw entziehen können. Der Rückgang von 10,6 Prozent auf 19.571 (Vorjahr: 21.897) Neuzulassungen liege deutlich über dem Bundesdurchschnitt von minus 3,5 Prozent. Beim Diesel gebe es ein Minus von 5,3 Prozent auf 17.335 Verkäufe, sagte Brambach mit Hinweis auf die aktuellen KBA-Länderzahlen.

„Ein kleiner Lichtblick in den düsteren Juni-Zahlen“ sei erneut die Nachfrage nach neuen Pkw mit alternativen Antrieben, im Besonderen nach Elektro-Pkw. Die Verkäufe seien auf niedrigem Niveau von 88 auf 191 gestiegen, die Nachfrage nach neuen Hybrid-Pkw sei mit 313 leicht rückläufig.

Insgesamt seien im ersten Halbjahr 2014 in Baden-Württemberg 210.731 Pkw neu zugelassen worden. Dies entspreche einem Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013.