Baden-württembergischer Automarkt blieb 2012 stabil

STUTTGART. Trotz eines schlechten Dezember-Ergebnisses mit einem zweistelligen Minus in Höhe von 10,9 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen blieb der baden-württembergische Automarkt im vergangenen Jahr relativ stabil. „Der Pkw-Markt hat sich im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt“, so der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach zu den aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts. „Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 423.866 Fahrzeuge neu zugelassen. Wir waren von 420.000 ausgegangen. Das Minus von 1,4 Prozent hat uns nicht überrascht.“ Dass der Pkw-Markt im Südwesten dennoch stabil sei, zeige der um 0,7 auf 13,8 Prozent gestiegene Anteil am Bundesergebnis, so Brambach weiter.

Erfreulich sei auch die Tatsache, dass rund ein Viertel aller in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge in Baden-Württemberg unterwegs seien. Von den bundesweit 261 im vergangenen Jahr neu zugelassenen E-Autos seien 67 in Baden-Württemberg unterwegs. Auch bei den alternativen Antrieben zeige sich eine stetige Aufwärtsentwickelung im  Jahresabschluss.  205 (Vorjahr: 187) Hybrid-Pkw, 62 (Vorjahr: 55) Autogas-Pkw und 35 (Vorjahr: 44) Erdgas-Pkw stünden in der Statistik. Die Dieselquote bei den Pkw-Neuzulassungen habe mit 49,8 Prozent leicht über Bundesniveau von 48,9 Prozent gelegen.

Brambach sagte in seiner Stellungnahme zum Jahresergebnis weiter, der Rückgang bei den Pkw-Neuzulassungen liege mit 1,4 Prozent unter dem Rückgang im Bund, der 2,9 Prozent betrage. Dies zeige einen „starken Automarkt im Südwesten“, der 2012 allerdings auch „stark angekratzt“ worden sei. Die Branche kritisiere vor allem den hohen Anteil von Eigenzulassungen durch Hersteller und Handel. Brambach: „Kosmetik an der Statistik mag positive Meldungen generieren, sie vermittelt aber ein falsches Bild der automobilen Realität.“

Für das neue Autojahr, sagte der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, erwarte man wiederum knapp 420.000 Neuwagen-Verkäufe.