2. Landestagung „Freie Werkstätten“ war ein voller Erfolg

Stuttgart. Die 2. Landestagung Freie Werkstätten des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, die am 4. Februar 2014 stattgefunden hat, kam bei den rund 70 Teilnehmern spürbar gut an. Mit den Themen Reifendruckkontrollsysteme und dem neuen Mehrmarkendiagnosetool standen zwei Themen von hoher Praxisrelevanz im Mittelpunkt.

Als Experte für Reifendruckkontrollsysteme beantwortete Andreas Zühlke, technischer Trainer bei der Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (TAK), die Fragen der Teilnehmer rund um die Handhabung der neuen Systeme. Zudem gab Zühlke Tipps, um Reifendruckkontrollsysteme in der täglichen Werkstattplanung besser zu berücksichtigen.

Fahrzeugdiagnose und Software-Neuprogrammierung, herstellerunabhängig aber trotzdem mit Zugang zur Original-Software der OEMs? Das war bisher unmöglich. Diese Lücke schließt jetzt das vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) entwickelte Mehrmarkendiagnosegerät. Der Geschäftsführer der Abteilung Technik, Sicherheit und Umwelt des ZDK, Neofitos Arathymos, stellte das Gerät und seine Vorteile vor. Ein großer Vorteil sei dabei die Effizienz, die das Mehrmarkendiagnosegerät im Kfz-Betrieb ermöglicht, so Arathymos.  Den zahlreichen Interessenten unter den Teilnehmern gab Arathymos schon vorab Tipps zur Registrierung und Freischaltung des Tools bei den Herstellern.  Das Tool geht im zweiten Quartal in die Erprobung bei ausgewählten Betrieben und Schulungsstätten.

Arathymos informierte die Teilnehmer auch über den aktuellen Sachstand auf dem Gebiet der Telematik. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe setzt sich für die Schaffung eines offenen und diskriminierungsfreien Systems ein, das Freie Werkstätten künftig  nicht benachteiligt. Es dürfe keine Monopolstellung der Hersteller und Importeure entstehen. Der ZDK vertritt in den entsprechenden EU-Gremien die Ansicht, dass jeder Kunde in die Lage versetzt werden müsse auch vor dem Hintergrund selbständig kommunizierender Fahrzeuge selbst zu entscheiden, welcher Anbieter via Telematik über notwendige Wartung- und Reparaturarbeiten informiert wird: Werkstatt oder Hersteller.

Der Vorsitzende des Ausschusses Freie Werkstätten des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Rainer Biedermann gab einen Überblick über die aktuelle Lage des Gewerbes im Land. Abgerundet wurde die Tagesordnung durch kurze Fachvorträge. So stellte Verbandsreferent Bernd Schalud  „Die Autoglas-Partner“ vor. Das Online-Marketing-Projekt hat das Ziel, Innungsbetrieben dabei zu helfen, bei Scheibenreparatur und  Scheibentausch Marktanteile von selbsternannten Glasspezialisten zurückzugewinnen. Verbandsreferent Roland Blind erläuterte den Umgang mit der erneuten Förderung der Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern im Jahr 2015.  Die Möglichkeit, den Teilnehmern auch in den Pausen Impulse mitzugeben, nutzen gleich mehrere Aussteller mit Ständen im Foyer des Tagungsraums. Über neue Produkte für Kfz-Betriebe informierten die Mewa AG, die GSG Garantie-Service-GmbH, die Dekra AG und die Nürnberger Versicherungsgruppe.

Das Fazit der Tagungsteilnehmer fiel positiv aus. So habe die Agenda der 2. Landestagung Freie Werkstätten den Nerv der freien Betriebe getroffen. Aufgrund des positiven Echos soll es 2016 eine 3. Landestagung Freie Werkstätten geben.

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(v.r.n.l): ZDK-Geschäftsführer Neofitos Arathymos, Ausschussvorsitzender „Freie Werkstätten“ Rainer Biedermann, Vorstandsmitglied Werner Vogel, Andreas Zühlke (TAK), Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß, die stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Guido Wohnhas und Markus Rudolf und die Verbandsreferenten Bernd Schalud und Roland Blind informierten die freien Werkstätten.

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Die 2. Landestagung „Freie Werkstätten“ für Baden-Württemberg war gut besucht!