Mit dem Wunschauto auf Probefahrt

Keiner kauft gern die Katze im Sack. Erst recht nicht, wenn das Objekt der Begierde ein Auto ist. Eine Probefahrt klärt, ob Fahrzeug und Fahrer wirklich zusammenpassen.

Ist die Sicht nach hinten optimal? Wie groß ist der Wenderadius? Sitzt auch der Zwei-Meter-Mann bequem? Autohäuser bieten eine Testfahrt mit dem Wunschauto zum Sehen, Fühlen und Fahren. Hier die wichtigsten Regeln für die Probefahrt.

Vorbereitung. Mit einer Vereinbarung über die Probefahrt sind Käufer und Verkäufer auf der sicheren Seite. Sie hält fest, wie lange der Test dauert, wo und wie viele Kilometer zurückgelegt werden dürfen, wer die Spritkosten zahlt, fahren darf und im Schadenfall haftet. Händlerautos sind Haftpflicht- und Vollkaskoversichert.

Schäden zahlt der Probefahrer also nur in Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung und wenn er grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat ? alkoholisiert oder mit dem Auto beispielsweise am Wochenende auf Vergnügungstour unterwegs war. Fahren dürfen ausschließlich die im Vertrag festgeschriebenen Personen. Die Händler wollen Führerschein und Personalausweis sehen.

Fahrt. Die Strecke sollte vorab geplant sein und sowohl Stadt- als auch Landpartien einschließen. Das Fahrwerk outet sich nun mal besser auf Kopfsteinpflaster, die Drehzahlen auf freier Strecke. In Haarnadelkurven zeigt sich die Wendigkeit und schließlich zu Hause, ob das Cello auch in den Kofferraum und das Auto in die Garage passt.

Eine Checkliste hilft in der Aufregung, Eindrücke und Fakten zu sortieren. Bei all dem hilft ein fachkundiger Begleiter, der auch mal das Steuer übernimmt. Vier Augen sehen mehr als zwei. Perfekt, wenn auch der Verkäufer dabei ist.

Auswertung. Zeit für die Bestandsaufnahme. Die Checkliste wird abgehakt und offene Fragen und Wünsche mit dem Händler geklärt: Prospekte, Zusatzausstattungen, Garantie, Finanzierung, Inspektionen, Inzahlungnahme des Gebrauchten. Das bietet der Kauf im Internet ebenso wenig wie den persönlichen Ansprechpartner rund ums eigene Auto.